Tipps & Infos
Was bedeutet artgerechte
Tierhaltung?
Häufig kommt der Begriff „artgerechte Hundehaltung“ auf,
doch was bedeutet eigentlich „artgerecht“? Da es sich bei den meisten
Haustieren um domestizierte Tiere handelt (d.h. diese Tierart existiert nur
durch die Herausnahme aus ihrem natürlichen Lebensraum), darf der Begriff „artgerecht“-
gerade bei Haustieren, wie Hunden und
Katzen - nicht mit dem Leben in freier Natur verwechselt werden.
Eine artgerechte Hundehaltung stellt somit immer einen Kompromiss zwischen den
natürlichen Bedürfnissen des Tieres und den Interessen des Menschen dar.
Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muss das
Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren,
pflegen und verhaltensgerecht unterbringen ( Tierschutzgesetz
§ 2).
Übertragen auf Ihr Haustier lassen sich folgende 5 Punkte definieren, die
jeder gute Hundehalter beherzigen sollte
- Zugang zu frischem Wasser und einer gesunden
Ernährung.
- Schaffung eines geeigneten Umfelds
einschließlich Unterkunft und Ruhezone.
-
Prävention Schmerzen, Verletzungen und
Krankheiten bzw. rasche medizinische
Behandlung.
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- Bereitstellung von genügend Raum und Kontakt zu
Artgenossen.
- Sicherstellung von Bedingungen und Behandlung,
die psychische Leiden vermeiden.
Haustiere, deren Bedürfnisse ausreichend
befriedigt werden, sind glücklicher, lebhafter, ausgeglichener, friedfertiger,
gesünder und weniger stressanfällig. Zu einer artgerechten Tierhaltung gehört auch das regelmäßige Spielen mit Ihren Lieblingen. Wir stellen Ihnen hier ein paar Spiele für Hunde und Katzen vor.
Spiele für Ihren Hund
Die Zeiten, in denen Hunde noch die Aufgabe hatten, Menschen
und Hof vor unerwünschten Eindringlingen zu bewachen bzw. Schafe und Kühe zu
hüten sind zum größten Teil vorbei. Heute schlafen sie viel in ihrem Körbchen
und warten sehnsüchtig darauf, körperlich und geistig gefordert zu werden.
Um Verhaltensstörungen wie Stubenunreinheit, Aggression,
Unruhe und Nervosität zu vermeiden, sollten Sie Ihren Hund mit Spielen
regelmäßig geistig fordern. Kleine
Herausforderungen lassen sich spielerisch leicht in den Alltag integrieren.
Das Papiertüten-Spiel
Legen Sie Ihrem Vierbeiner z.B. Leckerlies nicht direkt vor
die Nase. Verstecken Sie diese z.B. in eine Papiertüte und stellen Sie Ihrem
Hund mit diesem Tütenspiel eine kleine Mutprobe. Legen Sie die Leckerchen in
die Tüte und lassen Sie diese zuerst geöffnet auf dem Boden stehen.
Danach lassen Sie Ihren Hund schnüffeln. Findet Ihr Hund das Leckerli auf Anhieb, so können Sie den Schwierigkeitsgrad ein bisschen
erhöhen und beim nächsten Mal den Rand der Tüte ein wenig runterdrücken. Gehört
Ihr Hund zu der ungeduldigen Sorte, wird er die Tüte wahrscheinlich zerbeißen
und hat damit eine intelligente Lösung gefunden!
Das Schuhkarton-Spiel
Eine weitere Möglichkeit, Ihren Hund geistig zu fordern ist, ihm das Öffnen eines
Schuhkartons beizubringen. Verstecken Sie hierfür ein Leckerli im offenen Schuhkarton und lassen es Ihren
Hund herausholen. Sie können die Übung variieren, indem sie einfach den Deckel quer
über den Schuhkarton legen. Jetzt braucht Ihr Hund den Deckel nur
wegzuschieben. Wiederholen Sie diesen Vorgang, indem sie dabei die Öffnung
immer ein bisschen verkleinern.
Als letzte Steigerung des Schuhkartons-Spiels soll Ihr Hund nun lernen, den Deckel nicht nur vom
Schuhkarton zu schieben, sondern komplett anzuheben. Um den Hund ein Erfolgserlebnis zu beschweren,
empfiehlt es sich, den Deckel am Anfang locker auf den Karton zu legen und ihn
an einer Ecke etwas anzuheben, damit der Hund die Ecke mit Maul und Zähnen fassen
kann. Um ein Wegrutschen des Kartons zu verhindern, fixieren Sie ihn einfach. Gelingt Ihrem Hund
ein problemloses Öffnen des Kartons, so können Sie den Deckel nach jedem
erfolgreichen Versuch immer fester auf den Karton drücken.
Spiele für Ihre Katze
Auch für Katzen eignen sich Spiele ideal, um den
ausgeprägten Beutefangtrieb auszuleben. Insbesondere reine Wohnungskatzen
brauchen das Spiel, um ihre überschüssigen Energien abzubauen und ihre hoch
sensiblen Sinne wachzuhalten. Zudem dient regelmäßiges Herumtollen in erster
Linie dem Körpertraining. Durch die Bewegung bleiben Gelenke beweglich, die
Muskeln geschmeidig und der Kreislauf mobil.
Die Käse-Schachtel
Schneiden Sie in die Seiten eines geschlossenen Kartons
mehrere Löcher. Legen Sie ein Leckerlie oder die Lieblingsspielmaus in den
Karton und lassen Sie Ihre Katze durch die Löcher danach angeln.
Der Korb-Test
Falten Sie ein Geschirrtuch zu einem schmalen Streifen, und
legen Sie auf ein Ende Futter für Ihre Katze. Legen Sie nun einen
Fahrrad-Korb verkehrt herum über das Tuch mit dem Futter und zwar so, dass man
es unter dem Korb herausziehen kann. Denn genau das ist die Aufgabe für Ihre Katze,
um an das Futter heranzukommen.
Ihrer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt! Es ist jedoch
darauf zu achten, dass das Spielzeug keine Gefahr für Ihre Katze darstellt. Als
Spielzeug sollten keine scharfkantigen oder zu kleinen Gegenstände verwendet
werden, die leicht verschluckt oder zerkaut werden könnten. Sie sind auf der
sicheren Seite, wenn Sie spezielles Katzenspielzeug aus dem Fachhandel kaufen.
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